Ist die Herzlichkeit bei uns ausgestorben? Hat keiner mehr Zeit seinem Gegenüber einen schönen Tag zu wünschen? In welche Richtung entwickelt sich unsere Gesellschaft?
Ja, ich finde es Zeit Ihnen allen heute einen schönen Abend zu wünschen. Lassen Sie den Tag gemütlich ausklingen und machen Sie etwas Schönes!
Sowohl in der mündlichen wie in der schriftlichen Kommunikation halten wir uns immer kürzer. Aus dem “Guten Tag” wird ein schnell dahin geschnuddeltes “Tach”. Aus dem “Mit freundlichen Grüßen” ein “MFG”, gemäß dem Motto “In der Kürze liegt die Würze”.
Ich bin grundsätzlich ein großer Befürworter zügig auf den Punkt zu kommen, aber bitte nicht auf Kosten der herzlichen Art. Kürze entfaltet Kälte. Manchmal bissige Kälte.
Ich kenne einen netten Herrn, der begrüßt seine Mitmenschen äußerst freundlich und zuvorkommend, Standardbegrüßungen à la “Moin, Moin” sind ein absolutes Tabu. Es ist eben nicht seine Art, so kurzangebunden zu sein. Ganz im Gegenteil, er findet immer etwas Persönliches für sein Gegenüber und beglückt diese für einen kurzen Moment. Bedenken Sie: Herzliche Worte öffnen Ihr Herz und sind wahre Lichtblicke des Tages.

Guten Abend Frau Eberle,
Sie haben Recht – ABER
das kurzangebundene “Moin, moin” ist ein ernst zu nehmender Gruß der als “maulfaul” geltenden Friesen. Ich habe meinen diesbezüglichen Beitrag oben unter Website verlinkt. Der sich allerdings zunehmend südwärts noch kürzer unter “moinsen” einbürgert – da schüttelt es mich innerlich…
Viele Grüße
Silke Bicker
Guten Morgen, Frau Bicker,
schön, dass Sie hier auf meinem Blog kommentieren und wir uns anderweitig virtuell begegnet sind.
Auch eine Erkenntnisse des “maulfaulen” Morgengrusses: Nicht auf sich übertragen und meinen, was hat der denn schon wieder gegen mich, sondern einfach nur wundern und weiter machen. Die Gefahr des auf-sich-beziehen ist, dass solche kleinen Gesten einem die Laune verderben können. Und das soll es wirklich nicht.
Ich wünsche Ihnen, Frau Bicker, einen wunderschönen Start in diesen Mittwoch und danke für Ihr Kompliment,
herzliche Grüße
Heike Eberle