In Kliniken steckt eine Menge Servicepotential.

Betten über Betten. Schwestern, Pfleger und Ärzte in weiß. So blicken wir in unendliche Krankenhäuser oder Kliniken.

Zur Zeit erlebe ich hautnah, wie es hinter den Kulissen einiger Kliniken zugeht. Als Angehörige brauche ich zur Zeit gute Nerven, um die Machenschafen in manchen Kliniken zu überstehen. Denn dort haben es einige immer nicht verstanden: Den Dienst am Patienten, respektive Angehörige.

So renne ich seit mehreren Tagen einem Arztermin hinterher. “Rufen Sie im Sekretarität von Herrn Doktore an. Am besten erreichen Sie die ab 8.00 Uhr.” Dort angerufen verweist man auf  “Melden Sie sich nochmals um 12.00 Uhr.” Um 12.00 Uhr “Leider habe ich noch nichts erreicht, rufen Sie nach 14.00 Uhr nochmals an.”

Ist das wahr? Ist das Deutschland?

Vertrösten, hinhalten und mit den Worten “Ruf nochmals an” abfertigen, ist kein netter Dienst am Kunden. Es ist unverbindlich und geringschätzend und zeigt eine passive Denk- und Verhaltensweise.

2 Kommentare

  1. Hallo Frau Eberle,

    was Sie da schreiben kann ich nur bestätigen.

    Allerdings muss ich auch eine Lanze für das Personal brechen. Vor lauter Bürokratie haben die armen Mitarbeiter in Deutschland wenig Zeit für den erforderlichen Service – Hauptsache die Formulare sind ausgefüllt, die Patienten und ihre Angehörigen stören nur.

    Hier in England ist das ganz anders, hier gibt es wirklich Service im Krankenhaus.

    Noch besser war es in Sri Lanka. Neben der viel besseren technischen Ausstattung hatte das Personal immer Zeit für die Patienten und auch für die Angehörigen. Die Ärzte hatten nichts mit der Bürokratie zu tun.

    Es scheint eine Frage der Prioritäten zu sein. In Deutschland zählt das Formular, in anderen Ländern ist der Mensch wichtiger.

    Viele Grüße

    Volker Buntrock

  2. heike.eberle sagt:

    Lieber Herr Buntrock,

    so könnte es sein: Der Formalismus und die erhöhten bürokratischen Anforderungen lenken uns von zu sehr auf das Papier statt auf den gegenüber stehenden Menschen.

    Herzliche Grüße
    Heike Eberle

Hinterlassen Sie einen Kommentar